Kompetenzzentrum "Rudern mit Behinderung" eröffnet

von Julia Hilpert (Kommentare: 0)

Dass der Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge ein Aushängeschild für Sportler mit Behinderung nicht nur in der Region, sondern auch darüber hinaus, ist, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Seit gestern ist er das auch offiziell: Gemeinsam mit dem Deutschen Ruderverband wurde hier das Kompetenzzentrum „Rudern mit Behinderung“ eröffnet.

Auf den ersten Blick sieht in der Seestraße 13 im Rüdersdorfer Ruderverein alles aus wie immer. Wer genauer hinblickt, dem fällt es aber auf: Das neue Schild am Eingang. „Kompetenzzentrum Rudern mit Behinderung“ steht darauf geschrieben. Fast unscheinbar hängt es da. Und doch ändert es so einiges. Denn seit gestern befindet sich hier offiziell eben jene bundesweite Einrichtung des Deutschen Ruderverbandes und der Ruderakademie in Ratzeburg. Damit ist der Rüdersdorfer Ruderverein bundesweit Anlaufpunkt, wenn es um Fragen zum Thema Behinderung im Rudersport geht. „Da geht es um Hilfsmittel, Umbauten, Technik, die benötigt wird. Wir wollen auch gezielt die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern vorantreiben. Da können wir mit unseren Erfahrungen allerhand Wissen beisteuern“, so Lutz Bühnert, Abteilungsleiter Handicapsport im Rüdersdorfer Ruderverein, der das Kompetenzzentrum vor Ort auch leiten wird. „Es soll eine gemeinsame und inklusive Sportlandschaft entstehen, die das gemeinsame Betreiben der Sportart Rudern fördert“, so Jens Hundertmark, Generalsekretär des DRV, der gestern gemeinsam mit Bühnert und Jürgen Eisner, stellvertretender Vereinsvorsitzender, das Kompetenzzentrum eröffnet hat.

Dass man im Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge beste Voraussetzungen für ein solches Kompetenzzentrum mitbringt, das hat man in den vergangenen Jahren schon bewiesen. Lutz Bühnert hat in liebevoller ehrenamtlicher Arbeit die Handicap-Abteilung gegründet und in den letzten vier Jahren zahlreiche Sportler und Unterstützer in den Verein gelockt. Mittlerweile gibt es sieben Boote für die Sportler, speziell angepasstes Skullmaterial und Rollsitze sowie Sicherheitsausrüstung.  Auch die Infrastruktur im Verein bietet beste Voraussetzungen. Es gibt barrierefreie Sanitäranlagen, einen Seminarraum mit rollstuhlgerechtem Zugang und auch die Turnhalle und der Kraftraum sind problemlos zu erreichen. Der Hingucker ist aber mit Abstand der Hebekran, der Sportlern beim Ein- und Aussteigen in die Boote helfen soll.

Der Deutsche Ruderverband möchte mit dem neu eingerichteten Kompetenzzentrum noch mehr Menschen an den Inklusionssport Rudern heranführen und vermehrt auf die Interessen von Sportlern mit Handicap eingehen. Im Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge ist das längst Alltag.

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben