RBL die dritte Runde

So nah dran war die Ruder-Bundesliga noch nie

Einzigartig – anders kann man den dritten Renntag der Ruder-Bundesliga am vergangenen Samstag nicht zusammenfassen. Dieses Mal ging es ins ostwestfälische Minden. Und dort wartete ein ganz besonderes Experiment des Liga-Veranstalters auf die Sportler und Zuschauer. Der Renntag in Minden ist zugleich Halbzeit im Ligabetrieb. Auch für den SECUINFRA-Achter aus Rüdersdorf. Zielstellung für die Halbzeitpause: den neunten Platz in der Tabelle und damit den Anschluss an die Spitze halten. Dieses Mal war es allerdings so eng wie noch nie – aber nicht aus sportlicher Sicht.

Es gibt Renntage in der Ruder-Bundesliga, die sind besonders und es gibt Renntage, die sind einfach nur spektakulär. So wie der dritte Renntag in Minden, einem beschaulichen kleinen Örtchen in Ostwestfalen. Wer rechnet damit, dass ausgerechnet dieses kleine Örtchen mit einem Bundesliga-Renntag aufwartet, den es so noch nie gegeben hat. Schauplatz: das Wasserstraßenkreuz in Minden. Hier kreuzt der Mittellandkanal die Weser. In einer 24m breiten Trogbrücke, 13m über dem schiffbefahrenen Fluss. Eine Herausforderung für jeden Steuermann, denn die Rennstrecke war dieses Mal besonders eng. Zwischen Kaimauer und Bojenkette hatten die Achter gerade einmal 2m Platz. Steuerfehler hätten hier enorme Schäden am eigenen Boot und sogar dem gegnerischen Boot bedeuten können.  „Ich glaube alle haben im Vorfeld damit gerechnet, dass es eine Materialschlacht geben würde und welches Team es wohl treffen könnte. Aber Gott sei Dank ist nichts passiert“, resümiert Christian Nowak vom SECUINFRA-Achter Rüdersdorf am Ende des Tages. Der letzte Renntag in Werder an der Havel im heimischen Revier lief für die Rüdersdorfer Männer mit ihren Kooperationspartnern aus Pirna nicht wie erhofft. In der Tabelle ging es zwar zwei Plätze nach oben aber sportlich gesehen, war die Mannschaft noch nicht vollends zufrieden. An diesem Tag wollte man es besser machen. Dabei helfen sollten dieses Mal Benjamin Kawalle, Tino Töpfer, Matthias Mehl-Uderhardt, Christian Nowak und Mirko Leiste. Doch es kam anders als geplant.

In den Time-Trials wartete gleich mal eine echte Herkulesaufgabe: der Hauptstadtsprinter aus Berlin. Sieger des vergangenen Renntages und Tabellenführer gemeinsam mit dem Gastgeber-Achter aus Minden. Der Rüdersdorfer Mannschaft um Schlagmann Benjamin Kawalle war bereits vor dem Start klar, das wird schwer! Sie sollten recht behalten. Das Rennen ging mit drei Sekunden  Vorsprung an den Hauptstadtsprinter.  Und nicht nur das. Die Zeit von 1:02 Minuten reichte gerade einmal für Platz 14 von 18. Allen war klar, im Achtelfinale musste unbedingt ein Sieg her, um am Ende des Tages noch um die vorderen Plätze mitzufahren. Der Gegner im Achtelfinale hieß wieder einmal TK-Achter aus Dresden. Ein Déjà-vu, denn bereits in Werder ging es im Achtelfinale gegen die Mannschaft aus Dresden. Dort mit dem besseren Ende für den SECUINFRA-Achter. Vom Start weg lagen beide Boote gleich auf. Es sollte wieder einmal ein harter Kampf werden. Doch dann verlor Tino Töpfer den Grip an seinen Riemen, zog den sprichwörtlichen „Krebs“ und blieb mit seinem Riemen im Wasser hängen. Dieses Mal hieß der Sieger in diesem Duell TK-Achter aus Dresden. Die Enttäuschung stand den Rüdersdorfer Männern ins Gesicht geschrieben. Doch es half alles nichts, denn im Viertelfinale wartete mit dem Emscher-Hammer Achter aus Wanne-Eickel/Hamm eine neue Chance. Ein Gegner, der schlagbar ist, aber nicht zu unterschätzen. Doch auch hier lag das Glück nicht auf der Seite der Rüdersdorfer. Auch den Sieg im Viertelfinale musste der SECUINFRA-Achter an den Gegner abgeben. Spätestens jetzt war allen klar, heute wird es nicht mehr weit nach vorne gehen. Einziger Hoffnungsschimmer: der Weserbergland-Achter aus Hameln. Der Gegner im Halbfinale kämpft in der Bundesliga-Tabelle um die rote Laterne. Dieses Mal waren die Rüdersdorfer in der Favoritenrolle und dieser konnten sie auch gerecht werden. Der erste Sieg an diesem Tag für den SECUINFRA-Achter. Zu spät, denn im Finale ging es jetzt nur noch um den 15.Platz. Dort wartete der Travesprinter aus Lübeck. Ein Gegner, der schon in der vergangenen Saison im hinteren Tabellenfeld der 2. Bundesliga zu finden war. Mit 2 Sekunden Vorsprung ließen die Rüdersdorfer ihren Gegnern keine Chance. Immerhin ein Sieg auch im Finale. Am Ende des dritten Renntages steht für den SECUINFRA-Achter Rüdersdorf ein 15. Platz auf dem Tableau. Zu wenig. „Wir haben die Chancen auf eine gute Platzierung gleich am Anfang liegen lassen. Nach hinten heraus konnten wir zwar noch was gut machen aber nur, weil auch unsere Gegner dann nicht mehr zu den Besten gehörten“, bringt es Schlagmann und Teamchef Benjamin Kawalle auf den Punkt. Sieger des Renntages ist erneut der Hauptstadtsprinter aus Berlin. Sie konnten mit diesem Sieg ihren Vorsprung in der Tabelle ausbauen. Für den SECUINFRA-Achter geht es dagegen bergab. Den guten neunten Platz nach dem vergangenen Renntag in Werder konnten die Rüdersdorfer nicht mehr halten. Stattdessen geht es zurück auf den 11. Platz. Beim kommenden Renntag in Leipzig heißt es dann wieder, alles auf Anfang. Noch haben die Rüdersdorfer Männer zwei Renntage Zeit sich wieder nach oben zu arbeiten. Trotz des schlechten Abschneidens an diesem Tag ist die Mannschaft aus Rüdersdorf begeistert von Minden. „Die Kulisse hier ist einfach einzigartig. Vor allem, weil die Zuschauer auf der Kaimauer direkt neben der Rennstrecke stehen. In Hamburg auf der Binnenalster ist die Nähe zum Publikum schon gewaltig aber hier ist das noch viel extremer“, zeigt sich Benjamin Kawalle begeistert und setzt zwinkernd hinzu: „Nirgendwo sonst schlägt man sein Boot 13m unterhalb der Rennstecke ab. Auch das ist einzigartig in Minden“.

Julia Hilpert

Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.

Pressefotos (Rechte: Alexander Pischke/RBL).

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RBL-Rund 2 in Werder

Es geht stetig nach oben

Am vergangenen Samstag ging es für den Rüdersdorfer SECUINFRA-Achter nach Werder an der Havel zum zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga 2018. Und dieser sollte wieder einmal ein Auf und Ab der Gefühle werden. Am Ende konnte jedoch gefeiert werden.

Es lief nicht alles wie geplant für die Rüdersdorfer Ruderer des SECUINFRA-Achters. Und dabei hatte der Tag so gut begonnen. Beim letzten Training um 8 Uhr morgens lief noch alles rund. Die Havel zeigte sich von ihrer besten Seite, die erwartete Hitze des Tages war noch in weiter Ferne. Zwei Stunden später beim Start im Zeitfahren war davon nicht mehr viel übrig: Gegen den Achter aus Bremen hatten die Rüdersdorfer mit ihren Mannschaftskollegen aus Pirna nicht viel entgegenzusetzen. Und es kam noch schlimmer: Am Ende reichte die geruderte Zeit gerade einmal zu Platz 14 in der Gesamtwertung. „Die Mannschaft ist im ersten Rennen nicht wirklich zusammengekommen“, erklärte Tim Bartels das Debakel. Kein gelungener Start in den Renntag. Hängende Köpfe bei den Rüdersdorfern. Doch das sollte nicht lange so bleiben. Im Achtelfinale ging es gegen den TK-Achter aus Dresden. Ein Gegner, der schwer einzuschätzen ist. In der vergangenen Saison reichte es für die Männer aus Dresden nur für den letzten Platz in der 2. Bundesliga. Mit neu formierter Mannschaft schafften sie jedoch am vergangenen Renntag in Frankfurt am Main den Sprung unter die Top 5. Davon ließen sich die Rüdersdorfer jedoch nicht beeindrucken. In einem spannenden Rennen konnten sie ihren Bugball knapp vor den Dresdnern über die Ziellinie schieben und gewannen das Achtelfinale. Mit wiedergefundener Energie ging es dann ins Viertelfinale. Und hier wartete eine echte Hausnummer: der Hauptstadtsprinter aus Berlin, in der vergangenen Saison Zweiter in der 1. Bundeliga. Hier war früh klar: Diese Nuss wird für den SECUINFRA-Achter schwer zu knacken sein. Und so kam es auch: Mit knapp 3 Sekunden Vorsprung konnten sich die Berliner den Sieg im Viertelfinale sichern. „Das war klar. Die Berliner sind heute einfach sehr gut drauf“, so Tim Bartels ernüchternd. Davon konnten sich an diesem Tag auch alle anderen Mannschaften überzeugen, denn am Ende triumphierte der Hauptstadtsprinter als Sieger des Renntages in Werder.

 

  

RechteAlexander Pischke/RBL).

Für das anstehende Halbfinale gegen den KöpenickAchter musste im Boot der Rüdersdorfer nochmal rotiert werden. Tim Bartels musste raus, Matthias Mehl-Uderhardt sprang für einen verletzten Teamkollegen aus Pirna ein. Doch der Wechsel brachte nicht den gewünschten Erfolg: Auch gegen den KöpenickAchter mussten sich die Rüdersdorfer geschlagen geben. Im Finale um Platz 7 wartete bereits ein alter Bekannter: das Sprintteam Mühlheim. Schon am vergangenen Renntag in Frankfurt am Main standen sich beide Mannschaften im Finale gegenüber. Zugunsten von Mühlheim. Und auch dieses Mal hieß der Sieger wieder Sprintteam Mühlheim. Mit 2 Sekunden Vorsprung sicherten sie sich Platz 7, die Rüdersdorfer Männer mussten sich am Ende des Tages mit dem 8. Platz zufrieden geben. Trotz der durchwachsenen Rennen an diesem Tag ein Erfolg für die Mannschaft! Denn auch die direkten Tabellenkonkurrenten der Rüdersdorfer erwischten an diesem Tag nicht die besten Rennkonstellationen und konnten so kaum Punkte sammeln. Glück für den SECUINFRA-Achter, der damit in der Tabelle einen Platz weiter nach oben auf den 9. Rang rutschen konnte. Ein Trend, der für die kommenden Renntage beibehalten werden kann! In vier Wochen geht es weiter nach Minden. Dann ist schon Halbzeit in der diesjährigen Ruder-Bundesliga-Saison.

Julia Hilpert

Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.

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Der Auftakt RBL in Frankfurt/Main

Rüdersdorfer SECUINFRA-Achter startet unerwartet stark in die neue Ruder-Bundesliga-Saison

Wer hätte das gedacht? Beim ersten Renntag der neuen Ruder-Bundesliga-Saison am vergangenen Samstag in Frankfurt am Main landete der SECUINFRA-Achter Rüdersdorf in der goldenen Mitte der Bundesliga-Tabelle: Platz 10. Ein Erfolg, mit dem die Mannschaft nicht gerechnet hat.

Es war ein Tag voller Höhen und Tiefen in Frankfurt am Main. Am Ende überwiegte jedoch die Erleichterung: Die Männer vom SECUINFRA-Achter Rüdersdorf und ihre Ruder-Kollegen aus Pirna sind zufrieden mit dem Ergebnis. Platz 10 – mehr war für diesen Tag nicht drin. Aber der Reihe nach. In den Time-Trials ging es zunächst gegen den Salzland-Achter aus Bernburg. Ein Gegner auf Augenhöhe, der bereits in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga oft geschlagen werden konnte. Das sollte sich auch in der neuen Saison nicht ändern: Mit einem deutlichen Vorsprung von fast 4 Sekunden auf 300m gewann der SECUINFRA-Achter gegen die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt, Platz 9 in der Gesamtwertung. Die erste Standortbestimmung in der neuen Ruder-Saison war geglückt. Dieses Gefühl sollte jedoch nicht von langer Dauer sein. Bereits im Achtelfinale war schon wieder Schluss mit der ersten Euphorie: Der Waldsee 8er aus Bad Waldsee sollte an diesem Tag eine Nummer zu groß sein. Doch davon ließen sich die Rüdersdorfer Männer nicht beirren. Im anschließenden Viertelfinale ging es in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den Travesprinter aus Lübeck, das der SECUINFRA-Achter knapp für sich entscheiden konnte. Auch im Halbfinale gegen den TÜV Nord Maschseeachter aus Hannover hielt die Siegesserie an. Im Finale wurde nun um den 9. Platz gesprintet. Der Gegner: das Sprintteam Mühlheim. Mit der Zusammenlegung der beiden Männer-Ligen in dieser 10. Jubiläumssaison der Ruder-Bundesliga traf der SECUINFRA-Achter nun zum ersten Mal auf einen Gegner, der in der vergangenen Saison noch höherklassig unterwegs war. Der Vorteil lag also beim Team aus Mühlheim und die konnten ihrer Favoritenrolle gerecht werden: Am Ende reichte es  für den SECUINFRA-Achter Rüdersdorf nur für den 10. Platz. „Wir sind total zufrieden mit dem Ergebnis“, freute sich Benjamin Kawalle, Teamchef des Rüdersdorfer Flaggschiffs. „Klar wollen wir in den nächsten Rennen noch weiter nach vorne. Das Potenzial ist da. Das hat dieser erste Renntag gezeigt. Aber für den Anfang ist ein 10. Platz von insgesamt 18 Booten im Feld ein Einstieg in die Saison, mit dem wir selbst gar nicht gerechnet haben“.

Sieger des ersten Renntages ist der Melitta-Achter aus Minden, die in der vergangenen Saison Gewinner der 2. Bundesliga waren. Auch die Mindener Frauen konnten sich am Ende des Tages die Krone aufsetzen. Der nächste Renntag findet am 9. Juni in Werder an der Havel statt. Dort wird sich zeigen, ob der Weg in den oberen Teil der Bundesliga-Tabelle für den SECUINFRA-Achter noch steinig werden wird.

Julia Hilpert

Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.

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