Auf Einladung zur Regatta nach Kalisz

von Juergen Eisner

Unser Ausflug nach Kalisz / Polen
Am Freitag, dem 09.06.2017 trafen wir uns um 8.00 Uhr und luden unsere Boote auf, um unsere Reise ins Neuland zu beginnen. Erstmals würden wir mit den Ruderkindern zu einer Regatta nach Polen fahren. Alle waren sehr aufgeregt. Wir kannten weder unseren genauen Zielort, noch war uns ein Meldeergebnis bekannt. Nach einem Telefonat mit Heinz war aber das erste Problem geklärt! Roman Czapara, unser Dolmetscher für das kommende Wochenende würde in unserem Bus mitfahren, so wurden wir in den kommenden vier Stunden über alles Wichtige informiert und hatten unser persönliches Navigations“gerät“! Der zweite Bus mit Peter Weber und den restlichen Sportlern konnte erst am frühen Nachmittag starten, da Peter noch arbeiten musste.
Vielen Dank an Peter Weber, dass er uns begleitet hat und wir so mit einer großen Gruppe anreisen konnten.
Nach 5 langen Stunden Autofahrt brachten wir zunächst unsere Boote zur Regattastrecke und fuhren danach zum Mittagessen. Danach hatten wir eine Trainingseinheit, um uns auf die Regatta am nächsten Tag vorzubereiten. Die Polnischen Sportler waren auch auf dem Wasser und wir konnten die ersten Eindrücke über Regattastrecke, Sportler und Boote sammeln.
Gemeinsam mit den Sportlern aus Tegel fuhren wir danach in unser Hotel. Es war sehr einfach und könnte mal einen Maler benötigen, aber es lag mitten in der Stadt. Abendbrot haben wir in einem sehr guten Restaurant gegessen (es hatte W-LAN)!! Nach dem Essen gingen wir gemeinsam mit den polnischen Sportlern in die Innenstadt und erfuhren
bei einer Besichtigung des Rathauses und beim Aufstieg auf den Rathausturm viel über die Geschichte der Stadt und des Rathauses! Danach ging es dann für alle ins Hotel und ins Bett!
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück sind wir zur Regattastrecke gefahren. Max Peters musste gleich im ersten Rennen an den Start. Tags zuvor während des Trainings hat alles funktioniert. Beim Rennstart jedoch hatte er ein technisches Problem! Sein Ausleger war nicht richtig fixiert und als er kräftig den ersten Schlag anziehen wollte, löste sich der Ausleger und durch diese unbekannte Situation bekam er so einen Schreck, dass er die Kontrolle über sein Boot verlor und ins Wasser fiel!
Als nächste startete Alina Matschek. Eigentlich sollte bei deutscher Beteiligung ein englisches Startkommando erfolgen, doch der Starter rief „uwaga Start“! Dennoch fuhr sie sehr gut in dem 6-Bootefeld mit und der letzte Schlag entschied die Platzierung, am Ende war es leider Platz 4! Der Doppelzweier der Mädchen mit Sarah Weber und Ineke Teichmann konnten bei den Juniorinnen einen sehr guten 3. Platz erkämpfen, auch dort wurde bis zum letzten Meter hart um die beste Platzierung gekämpft. Danach kamen die größeren Boote. Zunächst startete der Junioren-Doppelvierer ohne Steuermann mit Max Hinkel, Erik Höfer, Timo Fischer und Florian Schölzel. Es wurden 7 Boote gestartet und das in
einem Doppelvierer ohne Steuermann war schon für die Schlagleute eine große Herausforderung, aber Max meisterte diese Aufgabe bravourös. Unser Doppelvierer belegte nach den 1000 m einen sehr guten 2. Platz! Nach einer kurzen Umbauphase machte sich der Juniorinnenvierer auf den Weg zum Start. Hier ruderten Alina Matschek, Ineke Teichmann, Louisa Petrick und Sarah Weber. Auch hier waren sieben Boote am Start. Hatte Alina während der gemeinsamen Trainingsstunden noch einige Probleme mit dem Steuern, so beherrschte sie zu diesem Rennen das Fußsteuer ohne Probleme. Diese saubere Steuerarbeit und der Ehrgeiz und die Energie ihrer Mannschaft wurde im Ziel mit einem sehr guten 3.Platz belohnt! Das vorletzte Rennen mit Rüdersdorfer Beteiligung war der Mixvierer der 13/14jährigen. Direkt nach dem Start holten sie sich einen sichtbaren Vorsprung und konnten diesen über die 1000 m weiter ausbauen und belegten souverän einen sehr guten 1. Platz! Im Boot saßen: Ineke Teichmann, Florian Schölzel, Max Peters, unsere eigentliche Steuerfrau Vivien Weber, die auch mal rudern wollte, dafür sprang am Steuer Alina Matschek für sie ein.Das Abschlussrennen bildete dann der Achter. Es waren zwei Boote am Start, zum einen der
Mastersachter des einheimischen Vereins KTW Kalisz und eine Renngemeinschaft bestehend aus Sportlern aus Tegel, Rüdersdorf und Kalisz, also ein internationales Boot! Doch schon nach wenigen Schlägen konnte die Renngemeinschaft der jungen Sportler, die noch nie zuvor miteinander gerudert waren, in Führung gehen, so siegte die jugendliche Leichtigkeit vor der Erfahrung.Nach einer kurzen Pause, in der wir unseren Bootsanhänger beluden und für die Abfahrt am kommenden Tag fertig machten, ging es zur Siegerehrung. Alle Sportler hatten sich mindestens eine Medaille errudert. Geehrt wurden die Plätze 1 – 3, mit großen, schweren Medaillen! Außerdem erhielten wir Gäste kleine Tüten mit Geschenken.
Danach fuhren wir ins Hotel zurück, machten uns frisch und gingen zum Abendessen in das uns schon
bekannte Restaurant. Die polnischen Sportler warteten bereits auf uns, gemeinsam mit ihrer Trainerin gingen wir in die Stadt zu einem Konzert.Mit einem schönen Abschlussabend erlebten wir das Nachtleben der Stadt Kalisz. Wir hatten viel Spaß gemeinsam mit den polnischen Sportlern und kommen gern im nächsten Jahr wieder zu dieser schönen Regatta. Nur das Wetter sollte während der Rennen besser sein, teilweise regnete es ganz schön doll! Am nächsten Morgen gingen wir um 8.00 Uhr das letzte Mal zum Frühstück. Danach wurden die Koffer gepackt und die Zimmer aufgeräumt. Nachdem alles in den Bussen verstaut war, ging es noch einmal zum Verein, um den Bootsanhänger zu holen, sich zu verabschieden und Danke zu sagen für die ereignisreichen und schönen Tage in Kalisz!
 
Autoren: Florian, Ineke, Sarah, Vivien und Kerstin
 

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